Der Einbrecher und Frau Gieseke
Wrzesień 15, 2008

Es war zwölf Uhr Mitternacht, als jemand in die Wohnung von Frau Gieseke eingebrochen ist. Der Einbrecher machte die Fensterscheibe kaputt und stieg ins Zimmer. Als er in großer Hast die Schubladen und Schränke durchsuchte, betrat geängstigte Frau Gieseke das Zimmer und fragte ihn, was er hier macht. Er erzählte ihr vor Angst schwitzend, wozu er hierher gekommen ist. Frau Gieseke hatte keine Angst mehr, als sie sah, dass der Einbrecher weiche Knie bekam und lud ihn zum Kaffee und Kognak ein. Währenddessen rief sie die Polizei an und wartete bis sie vor Ort ist. In der Zwischenzeit, um sich das Erwarten angenehmer zu machen, fing Frau Gieseke ein Gespräch mit dem Einbrecher an, der ihr erzählte, ohne auf Details zu verzichten, wieso denn er Einbrecher wurde. Und so erfuhr sie, wie Heinz (so hieß der Einbrecher) seine Eltern in einem schweren Autounfall verloren hat, wonach ihn seine taubstumme Oma erzogen hat. Und wie er endlich die Nase voll davon hatte, jederzeit da zu sein, nur wenn es sich die Oma wünscht. Ihm fiel es schwer, sich als einen Untergeordneten zu begreifen und er traf die Entscheidung, Einbrecher zu werden, um sich selbst unterhalten zu können. In diesem Moment musste Heinz seine Geschichte enden, weil die Polizei in die Wohnung hineinstürzte. Er wurde im Augenblick gefesselt und geknebelt und Frau Gieseke konnte endlich ihre Ruhe haben.
